Photodynamische
Therapie (PDT)
Zur Behandlung von Basalzellkarzinomen und Aktinischen Keratosen gibt es eine
Reihe von verschiedenen Methoden, wie z.B. die chirurgische Entfernung, die
Kältetherapie und die medikamentöse Behandlung.
Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine relativ neue Methode, die jetzt
neben anderen zur Behandlung dieser Erkrankungen der Haut zur Verfügung
steht.
Bei der PDT wird die Kombination aus einem speziellen PDT-Wirkstoff (1) und
kaltem Rotlicht (2) eingesetzt, um krankhaft verändertes Gewebe gezielt
abzutöten:
(1) Der spezielle PDT-Wirkstoff ist in einer Creme enthalten. Durch Einwirken dieser Creme wird das veränderte Gewebe zunächst lichtempfindlich gemacht.
(2) Durch die Belichtung mit Rotlicht wird dann das so vorbehandelte veränderte Gewebe gezielt selektiv abgetötet.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Methoden zeichnet sich dieses neuartige Verfahren neben sehr guter Wirksamkeit auch durch sehr gute kosmetische Resultate aus. Die Entstehung von Narben wird mit der PDT größtenteils vermieden.
Sicherheit und Zulassung
Es gibt seit kurzem einen PDT-Wirkstoff, der als Fertigarzneimittel zur Behandlung
von Aktinischen Keratosen und Basalzellkarzinomen zugelassen ist. Seine Wirksamkeit
und Sicherheit wurde in klinischen Studien belegt. Dieser Wirkstoff kann nach
Verordnung durch den Arzt als Creme in der Apotheke erhalten werden.
Praktisches Vorgehen
Nach evt. Vorbehandlung der Läsion (Entschuppung) wird die photosensibilisierende
Creme auf das zu behandelnde Hautareal aufgetragen. Die Applikationsstelle
wird dann für eine 3-4 -stündige Einwirkzeit mit Folie abgedeckt.
Während dieser Zeit kann die Praxis selbstverständlich verlassen
werden. Es folgt anschließend eine ca 15- 30 minütige Belichtung
mit der Lampe Aktilite. Während der Belichtung wird eine spezielle
Brille zum Schutz getragen.
Verhalten nach der Behandlung
Um zusätzliche UV-Reaktionen zu vermeiden, müssen Sie ihre Haut
nach jeder Sitzung über 4 Wochen vor Sonnenbestrahlung schützen.
Ihr Arzt wird Sie über entsprechende Sonnenschutzmittel beraten. Auf
keinen Fall sollten Sie ein Solarium besuchen!
Bei Reizungen der Haut kann eine antientzündliche Creme angewandt werden.
Bei Unsicherheiten stellen Sie sich bitte in der Praxis vor. Die Nachkontrollen
erfolgen jeweils nach 1 Woche.
Häufigkeit der Behandlungen
Im Allgemeinen sind 2 Sitzungen im Abstand von 7 Tagen erforderlich.
Die Behandlung kann jedoch beliebig wiederholt werden.
Nebenwirkungen
Während der Belichtung kann es zu brennenden, sonnenbrandähnlichen
Schmerzen an dem betroffenen Hautareal kommen. Innerhalb der nächsten
24 Stunden können in den belichteten Hautbezirken Rötungen, Schwellungen
und in Ausnahmefällen auch kleine Bläschen auftreten. Im weiteren
Verlauf kommt es zur Schuppung oder Krustenbildung. Alle Erscheinungen bilden
sich vollständig zurück. Bleibende Schäden sind bislang nicht
bekannt.
Aktinische Keratosen und Basalzellkarzinom
Eine in der Öffentlichkeit zumeist diskutierte Form von Hautkrebs ist
der "Schwarze Hautkrebs", auch "Malignes Melanom" genannt.
Auf diese Form des Hautkrebses wird hier ausdrücklich nicht eingegangen,
auf dieser Praxis-Website finden Sie Informationen hierzu unter „Früherkennung
Hautkrebs“ und „Fotofinder“.
Hier wird auf bestimmte Formen des viel häufigeren „hellen Hautkrebses“
aufmerksam gemacht.
Aktinische Keratosen sind lichtbedingte
Veränderungen der Oberhaut, die sich in sicht- und fühlbaren Verhornungsstörungen
äußern. Sie stellen eine Vorstufe von Hautkrebs dar.
Diese Verhornungsstörungen treten vor allem an Körperstellen auf,
die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Gesicht, Handrücken, Unterarme
und unbehaarter Kopfhaut.
Basalzellkarzinome (Basaliom, Basalzellkrebs)
sind die häufigste Form von Hautkrebs. Sie zerstören die Haut und
benachbartes Gewebe. Je nach Aussehen, Ort und Dicke unterscheidet man z.B.
oberflächliche und knotige Typen.
Auch diese Veränderungen der Haut treten hauptsächlich an Körperstellen
auf, die über lange Zeit wiederholt starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt
waren. Sie können aber auch am Rumpf oder an den Armen und Beinen entstehen.